Muskelaufbau

Negatives Bankdrücken sorgt für eine bessere Aktivierung der Brustmuskulatur als Schrägbankdrücken

EMG Studie demonstriert effektivere Aktivierung der oberen und unteren Brustmuskulatur
EMG Studie: Negatives Bankdrücken sorgt für eine bessere Aktivierung der Brustmuskulatur als Schrägbankdrücken

Machen wir uns Nichts vor: Das Schrägbankdrücken erfreut sich in Fitnessstudios mindestens genauso großer Beliebtheit, wie das klassische Bankdrücken auf der Flachbank. Im Gegenzug dazu wird negatives Bankdrücken eher stiefmütterlich trainiert – zu Unrecht, wie wir finden.

Forscher des Wayne State College haben mit Hilfe einer EMG-Messung gezeigt, dass diese Art des Bankdrückens zu einer besseren Aktivierung der Brustmuskulatur führt, als die Schrägbankvariante (1)!


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Negatives Bankdrücken sorgt für eine bessere Aktivierung der Brustmuskulatur als Schrägbankdrücken

Die Brustmuskulatur – Ein kurzer Crashkurs

Bevor wir uns der Studie von Glass & Armstrong widmen, gibt es zuvor noch einen kleinen Crashkurs in Sachen Oberkörper-Anatomie: Wir alle besitzen zwei Brustmuskel. Zum einen den Pectoralis major und zum anderen den Pectoralis minor (die hier diskutierte Studie beschäftigt sich mit dem ersteren!).

Der Pectoralis major besteht wiederum aus zwei Teilen, nämlich den (kleineren) oberen Part, der mit dem Schlüsselbein verbunden ist, und dem (größeren) unteren Teil, der am Brustbein befestigt ist.

  • Kraftathleten und Bodybuilder, welche den oberen Teil der Brustmuskulatur entwickeln möchten, nutzen oftmals das Schrägbankdrücken, um den Muskel an der richtigen Stelle zu treffen.
  • Kraftathleten und Bodybuilder, welche den unteren Teil der Brustmuskulatur entwickeln möchten, nutzen oftmals das negative Bankdrücken, um den Muskel an der richtigen Stelle zu treffen.
EMG Studie: Negatives Bankdrücken sorgt für eine bessere Aktivierung der Brustmuskulatur als Schrägbankdrücken

Übungsausführung beim Schrägbankdrücken und negativen Bankdrücken. (Bildquelle: Glass, SC. & Armstrong, T. (1997))

Der Studienaufbau

Die beiden Forscher wollten herausfinden, ob der „Common Sense“ aus der Kraftsport-Community auch tatsächlich hält, was viele Trainierende glauben. Für ihr Experiment rekrutierten sie 15 Studenten mit Trainingserfahrung (mindestens 1 Jahr trainiert). Alle Teilnehmer absolvierten im Labor die Schrägbankvariante und das negative Bankdrücken, wobei die elektrische Aktivität der Brustmuskulatur gemessen wurde.

Mit Hilfe der EMG-Messung wollte man herausfinden, wie stark die betreffende Muskulatur unter Last tatsächlich arbeitete.


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Das Studienergebnis

Überraschenderweise stellte man nach der Auswertung der Daten fest, dass beide Varianten – also das Schrägbankdrücken wie auch das negative Bankdrücken – eine identische Wirkung auf den oberen Teil (Schlüsselbeinteil) der Brustmuskulatur hatte. Dieser Sachverhalt wird in der nachfolgenden Grafik aufgezeigt:

EMG Studie: Negatives Bankdrücken sorgt für eine bessere Aktivierung der Brustmuskulatur als Schrägbankdrücken

Elektrische Aktivität des oberen Teils der Brustmuskulatur beim Schrägbankdrücken (Incline) und negativen Bankdrücken (Decline). Con = konzentrische Bewegungsphase; Ecc = exzentrische Bewegungsphase. (Bildquelle: Glass, SC. & Armstrong, T. (1997))

In der zweiten Grafik lässt sich die elektrische Aktivität ablesen, die im unteren Teil der Brustmuskulatur (Brustbeinteil) wirkt. Zu sehen ist, dass das negative Bankdrücken eine stärkere Wirkung erzielt (und zwar sowohl in der konzentrischen, als auch exzentrischen Bewegungsphase).

EMG Studie: Negatives Bankdrücken sorgt für eine bessere Aktivierung der Brustmuskulatur als Schrägbankdrücken

Elektrische Aktivität des unteren Teils der Brustmuskulatur beim Schrägbankdrücken (Incline) und negativen Bankdrücken (Decline). Con = konzentrische Bewegungsphase; Ecc = exzentrische Bewegungsphase. (Bildquelle: Glass, SC. & Armstrong, T. (1997))

Fazit? Geht man nach dieser EMG-Studie, so scheint das negative Bankdrücken die Nase vorne zu haben, wenn es um die Belastung (und damit Entwicklung) der Brustmuskulatur hat.

Quellenverweise anzeigen

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Titelbild: Maksim Toome & Fotolia


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