Diät

Diät: Iss‘ deine Kohlenhydrate abends, nimm‘ besser ab

Verliere mehr Gewicht und Körperfett, indem du den Großteil deiner Kohlenhydrate abends zu dir nimmst
Iss‘ deine Kohlenhydrate abends, nimm‘ besser ab

Du befindest dich gerade auf Diät und möchtest den Abnehmprozess noch ein wenig beschleunigen? Eventuell solltest du die Einnahme deiner täglichen Kohlenhydrate so legen, dass du sie abends zu dir nimmst.

Forscher der Hebrew University of Jerusalem haben knapp 60 übergewichtige Polizeibeamte (männlich & weiblich) auf eine 6-monatige Diät gesetzt, wobei eine Gruppe ihre Kohlenhydrate über den Tag hinweg auf mehrere Mahlzeiten, während eine zweite Gruppe ihre Kohlenhydrate in der zweiten Tageshälfte zuführte (1). Das Ergebnis? Durchaus überraschend!


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Diät: Iss‘ deine Kohlenhydrate abends, nimm‘ besser ab

Der Studienaufbau

Alle Teilnehmer dieser Diät-Studie verfügten über einen BMI von über 30. Die Forscher setzen die Männer und Frauen auf eine Abnehmkur, bei der sie täglich 1.300 – 1.500 kcal zuführten. Die Ernährung setzte sich hierbei aus 20% Protein, 30% Fett und 50% Kohlenhydraten zusammen.

Man teilte die Probanden in zwei Gruppen auf:

  • Die Kontrollgruppe verteilte ihre Kohlenhydrate auf mehrere Mahlzeiten über den Tag hindurch.
  • Die Experimentgruppe versuchte den Großteil ihrer Kohlenhydrate in den Abendstunden zu sich zu nehmen. Das Frühstück dieser Personen bestand typischerweise aus Nüsse und fettarmen Joghurt oder Frischkäse. Das Mittagessen bestand typischerweise aus Fleisch und Gemüse.

Das Studienergebnis

Die Strategie ging auf: Das Verschieben der Kohlenhydrate in die Abendstunden resultierte in der Experimentgruppe in einem höheren Gewichtsverlust, nämlich -7 kg, während die Kontrollgruppe im gleichen Zeitraum im Schnitt „nur“ -5 kg verlor (1).

Die nachfolgende Tabelle zeigt den erreichten Gewichtsverlust, die Veränderung des BMI, des Bauchumfangs sowie die Veränderung des Körperfettanteils (in %):

Iss‘ deine Kohlenhydrate abends, nimm‘ besser ab

Veränderung in diversen Körperparametern vor und nach 6 Monaten Diät in der Kontrollgruppe und Experimentgruppe. (Bildquelle: Sofer, S., et al. (2011))

 

Die Wissenschaftler führten darüber hinaus auch Befragungen der Teilnehmer durch. Man stellte ihnen beispielswese Fragen zum Hungergefühl und übertrug die Antworten in einen Hunger-Sättigungs-Index (H-SSc); je höher die erreichte Punktzahl, desto geringer das Hungergefühl.

Veränderung im Hungerempfinden während des 6-monatigen Experiments bei Tag 90 und Tag 180 nach Gruppen. (Bildquelle: Sofer, S., et al. (2011))

Veränderung im Hungerempfinden während des 6-monatigen Experiments bei Tag 90 und Tag 180 nach Gruppen. (Bildquelle: Sofer, S., et al. (2011))

 


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Man stellte fest, dass die Experimentgruppe, die den Großteil ihrer Kohlenhydrate am Abend verzehrte, mit fortlaufender Dauer des Experiments eine immer höhere Punktzahl erzielte (was auf ein verringertes Hungergefühl im Vergleich zur Kontrollgruppe hindeutet).

Weiterhin stellte man erhöhte Adiponectin-Werte in der Experimentgruppe fest. Bei Adiponectin handelt es sich um ein Fetthormon, welches Muskelzellen dabei helfen kann mehr Nährstoffe aus dem Blutkreislauf aufzunehmen. Es zeigte sich auch, dass die Entzündungswerte (CRP, TNF-alpha und Interleukin-6) in der Experimentgruppe stärker gesunken sind, als in der Kontrollgruppe. Zudem führte diese Ernährungsstrategie zu besseren Werten beim Nüchternblutzucker, Nüchterninsulinspiegel sowie einer höheren Konzentration an HDL („gutes“ Cholesterin).

Veränderung des Adiponectinspiegels während des 6-monatigen Experiments bei Tag 90 und Tag 180 nach Gruppen. (Bildquelle: Sofer, S., et al. (2011))

Veränderung des Adiponectinspiegels während des 6-monatigen Experiments vor Experimentbeginn (Tag 0), bei Tag 90 und Tag 180 nach Gruppen. (Bildquelle: Sofer, S., et al. (2011))

Die Forscher schließen ab:

„We have demonstrated improvement in hunger/satiety status, persistence in the weight loss process, better anthropometric outcomes, improved insulin sensitivity, improvement in metabolic syndrome parameters, less inflammation and hormonal changes, following simple carbohydrate manipulation. Our results provide a scientific basis for proposing possible dietary alternatives that may be beneficial for people suffering from obesity, insulin resistance, and the metabolic syndrome and experiencing difficulties in maintaining a weight loss diet over the long term.“ – (1)

Unter dem Strich heißt das also, dass die Teilnehmer, die ihre Kohlenhydrate abends aßen, nicht nur mehr Gewicht und Fett verloren haben (sowohl relativ, als auch absolut), sondern auch ihre Gesundheit stärker verbesserten, als jene Personen, die einem identischen Diätsetup folgten, jedoch ihre Kohlenhydrate „ganz normal“ auf mehrere Tagesmahlzeiten aufteilten.

Quellenverweise anzeigen

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Titelbild: karepa & Fotolia


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